Rudolf Steiner
WAS WOLLTE DAS GOETHEANUM UND WAS SOLL DIE ANTHROPOSOPHIE?
AUSZUG
Basel, 9. April 1923
Die schreckliche Brandkatastrophe der letzten Silvesternacht, welche das Goetheanum vernichtet hat, das vielen, die es lieb hatten, in so schmerzlicher Erinnerung bleiben wird, diese Katastrophe mag Veranlassung geben, daß ich die heutige Betrachtung über anthroposophische Welterkenntnis und Weltanschauung an dieses Goetheanum anknüpfe. Nur eine Anknüpfung soll damit beabsichtigt sein. Die Betrachtung selber, welche ich mir erlauben werde, hier vor Ihnen anzustellen, soll sich aber in ihrer Art nicht wesentlich unterscheiden von denjenigen Betrachtungen, die ich nun schon seit vielen Jahren hier in Basel auch in demselben Saale halten durfte. Gerade gelegentlich des schrecklichen Brandunglücks kam es wiederum zutage, welche abenteuerlichen Vorstellungen sich in der Welt knüpfen an alles das, was mit diesem Goetheanum in Dornach gemeint war, und was in ihm getrieben werden sollte. Es wird gesprochen von dem schrecklichsten Aberglauben, der dort verbreitet werden soll. Es wird gesprochen von allerlei Religionsfeindlichem, das dort getrieben werden soll, ja sogar von allerlei spiritistischen Geisterzitierungen, von nebulosem Mystischen, dem man sich dort hingeben würde, und dergleichen. Gegenüber all dem möchte ich heute wenigstens skizzenhaft die Frage beantworten: Was soll jene Anthroposophie, welcher das Goetheanum gewidmet war?
Schon an dem Namen Goetheanum nahmen ja zahlreiche
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Menschen Ärgernis. Man bedachte dabei nicht, aus welchen Untergründen dieser Name hervorgegangen ist, und wie er mit dem, was dort als Anthroposophie gepflegt wird, zusammenhängt. Diese Anthroposophie ist mir selbst lebendig hervorgegangen aus einer Hingabe an Goethes Weltanschauung und an Goethes ganzes Wirken seit eigentlich schon mehr als vier Jahrzehnten. Allerdings, wenn man Goethes Weltanschauung und Goethes Wirken so ins Auge faßt, daß man unmittelbar nur dasjenige nimmt, was in Goethes Werken steht, und gewissermaßen logisch ableiten will, was nun Goethisch heißen darf, dann wird man das nicht treffen, was Veranlassung gegeben hat, den Dornacher Bau gerade Goetheanum zu nennen. Allein es gibt, ich möchte sagen, eine Logik des Denkens und eine Logik des Lebens. Und derjenige, der sich nicht bloß durch eine Logik des Denkens in Goethe vertieft, sondern der die Goetheschen voller Impulse steckenden Anregungen lebendig nimmt und nun versucht, dasjenige aus ihnen zu gewinnen, was gewonnen werden kann, nachdem über die Menschheitsentwickelung so viele Jahrzehnte seit Goethes Tode hinweggegangen sind, der wird glauben, mag er sonst auch über den Wahrheitswert der Anthroposophie denken, wie er will, daß durch die lebendigen Anregungen des Goetheanismus wenn ich mich des Ausdrucks bedienen darf gerade diese Anthroposophie hat entstehen können durch Logik des Lebens, durch Erleben dessen, was in Goethe liegt, und durch Wachsenlassen in bescheidener Weise des von Goethe Angeführten.
Nun wurde dieses Goetheanum zuerst Johannesbau genannt, und zwar von denjenigen Freunden der anthroposophischen Weltanschauung, welche vor nun mehr als zehn Jahren die Veranlassung gegeben haben, einen solchen Bau aufzuführen. Der Name Johannesbau wurde keineswegs
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von dem Evangelisten Johannes genommen, sondern er wurde nicht von mir, sondern von anderen nach einer der Figuren in meinen Mysteriendramen, Johannes Thomasius, benannt, weil zunächst dieses Goetheanum neben der Pflege des übrigen der anthroposophischen Weltanschauung der Aufführung dieser Mysterien gewidmet sein sollte. Allein es war ja selbstverständlich, daß dieser Name «Johannesbau» zu dem Mißverständnisse führen konnte, daß damit ein Anklang gegeben werden soll an den Schreiber des Johannes-Evangeliums.
Daher sprach ich es oftmals aus, und ich glaube, auch hier an dieser Stelle im Laufe der Jahre, während welcher am Goetheanum gebaut wurde, daß für mich, der ich in lebendiger Weise meine Weltanschauung von Goethe abgeleitet habe, dieser Bau ein Goetheanum ist. Und dann wurde dieser Name auch offiziell von Freunden der anthroposophischen Sache diesem Bau gegeben. Ich habe das nie anders aufgefaßt als eine Art von Dankbarkeit gegenüber dem, was man aus Goethe gewinnen kann, als einen Akt der Huldigung gegenüber der alles überragenden Persönlichkeit Goethes. Nicht als ob etwa das, was unmittelbar in Goethe gegeben ist, am besten oder am schönsten im Dornacher Goetheanum gepflegt werden sollte, sondern weil anthroposophische Weltanschauung für ihre Entstehung den tiefsten Dank fühlt gegenüber dem, was durch Goethe in die Welt gekommen ist.
Nimmt man so den Namen Goetheanum als hervorgehend aus einem Akt der Huldigung, hervorgehend aus einem Akt der Dankbarkeit, so wird man, wie ich glaube, keinen Anstoß daran nehmen können. Im übrigen ist es ja begreiflich, daß jemand, der unbekannt mit der anthroposophischen Weltanschauung dem Bau auf dem Dornacher Hügel entgegentrat, zunächst absonderlich berührt wurde
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von den beiden ineinandergefügten Kuppelbauten, von den befremdlichen Formen außen und innen und so weiter. Allein dieser Bau ist mit einer inneren künstlerischen Konsequenz herausgeflossen aus dem, was anthroposophische Weltanschauung sein soll. Und daher werde ich an dasjenige, was der Bau wollte, am besten anknüpfen können, wenn ich zunächst versuche, heute in einer etwas anderen Weise als ich es hier schon durch viele Jahre getan habe, die Frage zu beantworten: Was soll Anthroposophie?
Anthroposophie will zunächst sein eine Erkenntnis der geistigen Welt, eine solche Erkenntnis der geistigen Welt, welche sich durchaus an die Seite stellen kann dem, was wir heute in einer so großartigen Weise als Naturwissenschaft haben. Sie will sich an die Seite stellen dieser Naturwissenschaft sowohl durch wissenschaftliche Gewissenhaftigkeit, wie auch dadurch, daß derjenige, der in ernster Weise nicht bloß Anthroposophie in sein Gemüt aufnehmen, sondern sie aufbauen will, daß der vor allen Dingen durchgegangen sein muß durch alle die strengen und ernsten Methoden, welche die Naturwissenschaft heute übt.
Durch alles das will Anthroposophie das volle Gegenteil von dem sein, was ich Ihnen ja angeführt habe als die Meinung der Welt über sie. Und man kann eigentlich gegenüber diesen Urteilen, die ich ja nur zum Teil angeführt habe, nur erstaunt sein darüber, wie es möglich ist, daß sich in der Öffentlichkeit Ideen über eine Sache festsetzen können, die das genaue Gegenteil sind von dem, was eigentlich in Wirklichkeit mit der Sache beabsichtigt wird. Denn man könnte geradezu sagen: Alles das, was ich an Meinungen der Welt angeführt habe, ist Anthroposophie nicht, sondern sie will sein eine ernste Erkenntnis der geistigen Welt.
Nun wissen Sie, daß heute alles, was überhaupt Erkenntnis der geistigen Welt sein will, mit etwas verächtlichen
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Blicken oder wenigstens mit großem Zweifel angesehen wird. Die wissenschaftliche Erziehung, welche die Menschheit seit drei bis vier Jahrhunderten genossen hat, war ja eine solche, daß allmählich im neunzehnten und im Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts das Urteil heraufgekommen ist: Man kann durch die strengen Methoden, die heute die Naturwissenschaft hat, dasjenige erkennen, was den Sinnen in der Umgebung des Menschen gegeben ist, und was mit Hilfe der Experimentier- und Beobachtungsmethoden der menschliche Verstand aus der Sinnesbeobachtung machen kann. Dagegen wird überall, wo man gerade glaubt, auf dem strengsten Boden dieser naturwissenschaftlichen Weltanschauung zu stehen, die Erkenntnis des Geistigen abgelehnt, indem, sei es mit einem gewissen Hochmut, sei es mit einem gewissen Kleinmut, gesagt wird, dem Geistigen gegenüber seien eben dem Menschen in seiner Erkenntnis Schranken gegeben, dem Geiste gegenüber sei der Mensch lediglich auf Glaubensvorstellungen angewiesen.
Dadurch gerade ergibt sich aber für sehr viele Menschen, die ihre Erziehung genießen durch das, was heute ja überall popularisiert wird aus der Naturwissenschaft, ein ernster innerer Seelenzwiespalt. Die Glaubensvorstellungen sind aus alten Zeiten überliefert. Man weiß nicht, daß sie auch Erkenntnisvorstellungen entsprechen, die sich auf früheren Stufen die Menschheit errungen hat, und daß diese in der Tradition, in der Überlieferung geblieben sind. Wenn sie so hingenommen werden als Glaubensvorstellungen, so versetzt sich die Seele in einen Zustand, der sie in Widerspruch bringt mit allem, in das sie sich hineinarbeitet, wenn sie das aufnimmt, was heute in so strenger Weise durch naturwissenschaftliche Methode für die Menschheit und auch für das praktische Leben erobert wird.
Dasjenige, was so erobert wird, ist ja wahrhaftig nicht
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etwa bloß etwas, was man Besitz einer kleinen gebildeten Menschenschar nennen könnte, sondern diese besondere Art des Denkens, die von der Naturwissenschaft herkommt, ist ja bereits eingedrungen in unseren niedersten Unterricht. Und man möchte sagen: Immer weiter und weiter, bis in die äußersten, primitivsten menschlichen Ansiedelungen hinein, überall verbreitet sich, wenn auch nicht Naturwissenschaft, so doch eben die Art der Seelenverfassung, die von der Naturwissenschaft kommt. Das macht, daß viele zwar nicht wissen, daß ihre Sehnsucht, ihre Seelensehnsucht darnach geht, über das Geistige ähnliche Vorstellungen zu gewinnen wie über das Natürliche, daß aber dennoch bei sehr vielen Menschen heute dadurch ein Seelenzwiespalt zustande kommt, der sich in allerlei Unbefriedigtheiten des Lebens äußert. Man fühlt eine gewisse innere Unruhe und Unsicherheit. Man weiß nicht recht, wie man sich mit seinen Vorstellungen, mit seinen Empfindungen in das Leben hineinstellen soll. Man schreibt das mancherlei Dingen zu; aber die wirkliche Ursache ist in dem Gesagten gelegen.
Die Menschen verlangen heute eigentlich nach wirklichen Erkenntnis-, nicht nach Glaubensvorstellungen über die geistige Welt. Solche Vorstellungen strebt Anthroposophie an. Indem sie dies tut, muß sie allerdings einen ganz anderen Erkenntnisbegriff geltend machen, als der ist, an den man sich heute gewöhnt hat. Und wenn ich charakterisieren soll, welches dieser Erkenntnisbegriff ist, so möchte ich das zunächst durch eine Art von Vergleich tun, der aber mehr sein soll als ein bloßer Vergleich, durch etwas, was direkt hineinführen soll in die Art und Weise, wie Anthroposophie das Übersinnlich-Geistige zu erkennen strebt.
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Was Anthroposophie künstlerisch im Goetheanum hat leisten wollen, das sollte eben hervorgehen aus denselben Impulsen, aus denen auch das gesprochene Wort, der Gesang hervorgeht. Und man kann ja sogar das sagen: Trat man auf das Podium ich möchte in aller Bescheidenheit das aussprechen , so waren die Formen der Säulen, die ganze Form der Innenarchitektur, der Innenplastik und der Innenmalerei, alles das war wie eine Mahnung, die Worte in einem Sinne zu halten, der an das Wesen des Menschen wirklich heranging. Es war wie eine fortwährende Aufforderung an den Redner, in würdiger Weise sein Wort hineinzustellen in diesen Bau.
Also eine äußere Umhüllung für die Anthroposophie, die ganz aus dem Geiste der Anthroposophie heraus, aber für das sinnliche Anschauen da war, sollte der Bau sein. Da war nichts Symbolisches, nichts Allegorisches. Der ganze
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Bau war so geschaffen in seiner Architektur, in seiner Plastik, in seiner Malerei, in allem, was an ihm war, daß dasjenige, was lebendig in Geistesschau ergriffen wurde, sich auslebte; nicht indem man verstandesmäßig symbolische Formen brachte, sondern was man an lebendigen Ideen, an bewegten innerlichen Gedanken über die geistige Welt hatte, das lebte sich aus in der unmittelbaren künstlerischen Empfindung, in der unmittelbaren Anschauung. Im ganzen Bau war kein Symbolum, und wenn man sagt, der Bau hätte etwas Symbolisches gehabt, so redet man eben so wie diejenigen, die über Anthroposophie reden, ohne sie kennenzulernen.
Und so war der Bau für das Auge, was Anthroposophie für die Seele des Menschen sein soll. Anthroposophie soll ja sein diejenige Geistesart, welche erkennt, wie die Sehnsucht nach einer Erschließung des Übersinnlich-Geistigen die gegenwärtige Menschheit durchzittert und durchzuckt, wie die gegenwärtige Menschheit durch ihre wissenschaftliche Erziehung, die ganz allgemein populär werden will und schon in gewissem Grade geworden ist, nicht mehr stehenbleiben kann bei überlieferten Glaubensvorstellungen, wie Erkenntnisvorstellungen kommen müssen, die auch in die übersinnliche Welt hinaufstreben, und wie Unruhe und Unbefriedigtheit der Seele aus dem Nichtvorhandensein solcher Erkenntnisvorstellungen hervorgehen.
Anthroposophie will der Gegenwart dienen, um in der rechten Weise dem zu dienen, was die Menschen von dieser Gegenwart aus in die nächste Zukunft hinein brauchen. Was Anthroposophie unsichtbar den Menschenseelen sein will, als Hülle, als Heim, das hat das Goetheanum für das Auge sein wollen. Wäre das Goetheanum nur ein symbolischer Bau gewesen, der Schmerz um seinen Verlust wäre kein so großer, denn man könnte ja in der Erinnerung die
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Sache immer wieder wachrufen. Aber das Goetheanum war nichts für die bloße Erinnerung. Das Goetheanum war etwas, was, wie jedes Kunstwerk sich unmittelbar der Anschauung, sich unmittelbar der Sinnenwelt hinstellen will, was vom Geiste für die Sinnenwelt künden wollte. Daher ist mit dem Niederbrennen des Goetheanums alles das verloren, was das Goetheanum hat sein wollen. Aber es hat vielleicht doch gezeigt, daß Anthroposophie nichts einseitig Theoretisches sein will, nicht eine bloße Erkenntnis sein will, sondern ein Lebensinhalt nach allen Seiten sein kann und sein soll. Deshalb mußte sie in einem eigenen Stil ihr Heim erbauen.
Es wollte das Goetheanum den Geist vor das Auge stellen, den die Anthroposophie vor die Seele stellt. Und es soll die Anthroposophie vor die menschliche Seele stellen, was diese Seele eigentlich aus dem innersten Bedürfnis der Neuzeit heraus für eine Anschauung, eine Erkenntnis, ein künstlerisches Erfassen der geistigen Welt verlangt, was die Seelen verlangen, weil sie immer mehr und mehr fühlen, daß sie nur dadurch, daß sie die volle Menschenbestimmung erleben, die volle Menschenwürde erfühlen können.
Das Goetheanum, es konnte abbrennen. Eine Schicksalskatastrophe hat es hinweggenommen. Der Schmerz derjenigen, die es lieb gehabt, ist wegen seiner Größe nicht zu schildern. Dasjenige, was aus denselben Quellen, aus denen die Anthroposophie fließt, und durch sie der Menschheit dienen will, für das sinnliche Auge geschaffen werden mußte, das mußte aus physischem Stoff geformt werden. Und wie der menschliche Leib selber gerade nach meiner heutigen Schilderung das sinnliche Abbild und die sinnliche Wirkung des ewigen Geistigen ist, dann aber mit dem Tode abfällt, so daß sich das Geistige in anderen Formen entwickelt, so konnte auch dasjenige lassen Sie mich jetzt die Betrachtung
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schließen, indem ich sozusagen das Dornacher Unglück vergleiche mit dem, was sich auch sonst im Weltenlaufe vollzieht , so konnte dasjenige, was aus Stoff geprägt werden mußte, um fürs Auge hingestellt zu werden, von den physischen Flammen verzehrt werden. Das aber, was Anthroposophie soll, das ist aus dem Geiste heraus gebaut; über das können nur Flammen des Geistes kommen. Und gesagt werden darf: Physische Flammen, sie konnten, was für das Auge aus dem äußeren physischen Stoff auferbaut werden mußte, zerstören; was als Anthroposophie da sein soll zur Weiterentwickelung der Menschheit, das ist aus dem Geiste heraus gebaut, das wird durch die Flammen des geistigen Lebens nicht aufgezehrt, nicht getötet. Die Flammen des geistigen Lebens sind nicht verzehrende Flammen, sie sind verstärkende Flammen, sie sind Flammen, die erst recht Leben geben. Und dasjenige Leben, das als Erkenntnisleben der höheren Welt durch Anthroposophie sich offenbaren soll, das muß durch die Flammen höchster menschlicher, seelischer und geistiger Begeisterung gehärtet werden. Dann wird Anthroposophie sich weiter wandeln.
Wer so im Geistigen lebt, der empfindet zwar nicht minder den Schmerz über den Hingang des Irdischen, allein er weiß auch, daß das Erheben über all das darin liegt, daß man weiß, gerade durch die Geist-Erkenntnis gelangt man zu der Überzeugung: Der Geist wird doch immer über den Stoff siegen und sich immer neuerdings in Stoff verwandeln.